Porträt eines Jägers

Henrik Lott – über Kimme und Korn

Er jagt ausschließlich über Kimme und Korn. Henrik Lott möchte dem Wild bei der Jagd so nahe wie möglich kommen. Die körperlichen Herausforderungen der schwierigen Pirsch sind für ihn Motivation und Antrieb. Intensives Training und die erfolgreiche Teilnahme bei jagdlichen Schießwettbewerben erlauben ihm die waidgerechte Jagd ohne Zielfernrohr.

Henrik Lott entschied sich zur Jagd mit offener Visierung als er die Jagd schon fast aufgegeben hatte. Die passive Jagd-Ausübung konnte ihn nicht mehr begeistern. Ein Jagdbuch eines erfahrenen Afrika-Jägers, der ausschließlich ohne Zielfernrohr jagt, öffnete ihm dann eine neue Herangehensweise: Nicht die Trophäe oder die Zahl der Abschüsse zählen seitdem für ihn. Ausschlaggebend sind der Weg zum Wild und die Erfüllung, die eine schwierige Pirsch bietet.

Europäisches Wild ist jedoch oftmals kleiner als afrikanisches Wild. Bei einem Rehwild sind beispielsweise die Schussentfernungen stark limitiert. Eine Schussabgabe muss deshalb äußerst diszipliniert erfolgen.

Als Waffe führt Henrik seit Jahren eine Mauser M 03 mit diversen Wechselläufen. Beim Training und im heimischen Revier wählt er oft die .308 Win. – für starkes Wild, zum Beispiel in Afrika einen Wechsellauf im Kaliber .375 H&H. Die Handspannung ist für ihn ein immenser Sicherheitsfaktor, da Mensch und Gewehr bei dieser Art zu jagen extrem gefordert sind.