Das Licht ist nahezu weg, daher beschließen die Jäger den Rückzug. Noch einmal schweift der Blick durchs Fernglas – und tatsächlich! Gerade als die Jäger aufgeben wollen, entdecken sie am hintersten Rand des Brunftplatzes einen starken Hirsch. Hohe, wuchtige Stangen und starker Wildkörper sind die einzigen Merkmale, die sie jetzt noch bestätigen können. Wie eine Statue steht er da. Ab und an vertreibt er mit einem leisen Brummen einen der jungen Störenfriede, die ihm gefährlich nahekommen. Als Herr im Ring hat er es nicht nötig, mit den anderen Geweihten um die Wette zu rufen. Obgleich ihn dies passive Verhalten als begehrte Beute markiert. Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung, dass der Alte am frühen Morgen noch immer am Rande des Brunftplatzes steht.
„Ob es der Alte ist, der da halb verdeckt hinter einer Eiche steht?“
Noch in tiefschwarzer Nacht setzen die Jäger vorsichtig einen Fuß vor den anderen als sie die Kanzel beziehen. Zwei Schritt nach vorne. Stehenbleiben. Horchen. Wieder zwei Schritt nach vorne. Das ist der Marschtakt. In Zeitlupe wird die Kanzel bezogen, leise gleitet eine Patrone ins Patronenlager des 98ers, beim Schließen der Kammer drückt die linke Hand des Schützens leicht auf den Auszieher, während die rechte die Patronen im Magazin nach unten drückt. Leise geladen, sichern, fertig.